Milchprodukte ersetzen

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Milch – vor allem Kuhmilch – gilt als wertvoller Eiweißlieferant und hat in der Ernährungspyramide ihren Platz an der Seite von Fleisch und Fisch. Aus dem täglichen Speisezettel sind Milchprodukte kaum wegzudenken – sei es in Form von Trinkmilch, als Joghurt, Käse oder Butter. Nicht immer ist der Milchgenuss allerdings wirklich ein Genuss oder auch nur gesund. Dann stellt sich die Frage, wie und womit sich Milchprodukte ersetzen lassen.

Gängige Mythen über die Milch

Die noch immer ungebrochene Popularität von Milch und Milchprodukten beruht zum großen Teil auf Annahmen, die als Fakten akzeptiert werden – obwohl es sich hier um Mythen handelt.

Milch stärkt die Knochen

Angeblich liefert Milch wertvolles Kalzium, das den Knochen und Zähnen zugute kommt. Allerdings ist diese Behauptung längst ins Wanken gekommen – asiatische Völker, die Kuhmilch und andere Milchprodukte weder vertragen noch mögen, leiden auch nicht unter brüchigen Knochen und schlechten Zähnen.

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Milch ist ein idealer Bestandteil der Ernährung

Tatsächlich ist der „natürliche“ Milchkonsum ein Ergebnis langfristiger kultureller Anpassung. Erst während der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit bildete sich bei indoeuropäischen Völkern zunehmend die Fähigkeit aus, Milch zu verzehren und zu verdauen.

Milch schadet den Tieren nicht

Zwar werden für die Milchproduktion keine Kühe geschlachtet – doch die Realität hinter dem TetraPak ist unglaublich grausam. Kälber werden unmittelbar nach der Geburt von der Mutter getrennt, Milchkühe geben über hundert Liter Milch täglich und leiden vermutlich grausame Schmerzen durch das Gewicht des Euters. Die Lebensdauer der Tiere ist durch die enorme Belastung der Milchproduktion auf wenige Jahre verkürzt – gegenüber einer normalen Lebenserwartung zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Jahren.

Milchprodukte: Gesund oder ungesund?

Wie gesund sind Milchprodukte nun wirklich? Zumindest lässt sich sagen, dass Milch für Personen mit normalem Gesundheitszustand nicht giftig ist und als wohlschmeckend geschätzt wird. Der Beitrag zur Gesundheit ist vermutlich sehr überschätzt. Doch Milchprodukte sind bei Babys mit Vorsicht zu genießen – die Kleinsten vertragen zwar Muttermilch, ihre noch unausgereiften Nieren sind mit zu hohen Gaben von Kuhmilch oder Joghurt während des ersten Lebensjahres allerdings überfordert. Der kindliche Körper braucht das auch nicht, denn die erste Beikost kann neben Obst und Gemüsen auch geringe Mengen an Fleisch oder Fisch enthalten.

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Laktoseintoleranz beim Menschen

Milch-Ersatz ist auch dann gefragt, wenn Menschen unter Laktoseintoleranz leiden. In diesem Fall wird der Milchzucker vom Körper nicht verarbeitet oder löst sogar heftige Abwehrreaktionen aus. Eine solche Intoleranz kann angeboren sein, stellt sich bisweilen aber auch erst im Laufe des Lebens ein und kann dann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Dann heißt es auf tierische Milchprodukte verzichten – doch glücklicherweise gibt es schmackhafte Alternativen.

Alternative Milchprodukte

Der Milch entsagen Menschen nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch, um kein Tierleid zu verursachen und zu fördern. Dennoch muss man nicht auf die Milch im Kaffee, leckere Puddings oder Sahnesaucen verzichten, denn inzwischen gibt es genug Alternativen, die laktosefrei und vegan sind. Zwar dürfen die „Milch“-Alternativen oft nicht Milch heißen, doch das tut ihrer steigenden Beliebtheit keinen Abbruch. Für verschiedene Anwendungsbereiche eignen sich:

  • Hafermilch
  • Mandelmilch
  • Sojamilch
  • Kokosmilch

Wer viel Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte allerdings auch die Anbaubedingungen kritisch betrachten – vor allem Kokos- und Mandelmilch schneiden hier weniger gut ab!

Fazit: Milchprodukte können im Bedarfsfall und auf Wunsch ersetzt werden

Milch hatte lange Zeit einen hohen Stellenwert bei der Ernährung – wenig hinterfragt und durch Werbung aufrechterhalten. Das ändert sich aus verschiedenen Gründen. Die gängigen Milch-Mythen kommen durch neuere Studien ins Wanken, und die Produktion samt des dabei allgegenwärtigen Tierleids lassen immer mehr Verbraucher vom Milchkonsum Abstand nehmen. Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Milch verträgt, muss sich ohnehin nach einem Ersatz umsehen. Glücklicherweise gibt es eine große Auswahl von Alternativen, die vegan und wohlschmeckend ihren Siegeszug in die Regale der Supermärkte angetreten haben!